Ein weiteres Jahr ist wie im Fluge vergangen und es ist an der
Zeit den Jahresbrief zu verfassen. Wie jedes Jahr dachte ich
zuerst, es wuerde ein kurzer Brief werden denn soooo viel war
ja gar nicht los – aber als ich dann zur Gedankenstuetze die
Fotos und den Kalender vom Jahr durchgeschaut habe bin ich
eines Besseren belehrt worden....

Im Januar und Februar war es tatsaechlich noch recht ruhig,
Winterruhe sozusagen. Der Winter war sehr lang dieses Jahr,
Ende Oktober 2008 hatte es schon Schnee gegeben und Mitte
April war’s immer noch nicht vorbei. Ralf und ich hielten wie
jedes Jahr ab 7. Januar Diaet und lebten alkoholfrei.

Im Maerz war dann schon mehr los, Tim absolvierte den ersten
Turnwettkampf des Jahres, 4. Platz, und gleich vom Treppchen
weg fuhren wir nach Muenchen um mit Uwe und Christa,  ihre
runden Geburtstage zu feiern. Kaum waren wir von dort
zurueck, packte Mona schonwieder die Koffer, sie flog mit dem
Schulchor nach Altamura in Sueditalien, um bei der
Jubilaeumsfeier der dortigen Partnerschule unserer Schueler-
Austausche zu singen. Sie wohnte in einer Familie und wurde
dort sehr herzlich aufgenommen, als sie zurueckkam wollte sie
eine Woche lang nichts mehr essen. Am Monatsende fuhren
wir zu unseren Freunden Imke und Helmut, weil sich Tim’s
Freund Moritz unseren Besuch zum Geburtstag gewuenscht
hatte.

Die Zeit bis Ostern verging schnell und ehe wir es uns
versahen waren wir schonwieder am Kofferpacken, diesesmal
zum Wandern in Oberstdorf. Zwar lag dort fuer April noch sehr
viel Schnee und viele hoeher gelegenen Wege waren wegen
Lawinen unpassierbar, aber wir hatten wunderbaren
Sonnenschein und fanden immer etwas Spassiges zu Tun, z.B.
eine Wanderung mit Lamas oder ein Eisbacher auf dem
Marktplatz vor dem Hotel.

Der Mai begann zuenftig mit einer Maiwanderung, zusammen
mit dem Boeblinger Turnern. Das Wetter wurde langsam
waermer und sonniger, und so waren wir froh als endlich
unsere Glasueberdachung fuer den Balkon geliefert wurde,
rechtzeitig vor Tim’s Geburtstagsfeier! Wir hatten 16 Kinder
eingeladen, als Ueberraschung fuer Tim. Der Hoehepunkt war
der Auftritt des Zauber-Weltmeisters Timo Marc. Er ist Tims
grosses Zauber Vorbild, er war einmal in derselben Zauber-AG
der Schule gewesen, die auch Tim besuchte. Uns standen allen
die Augen und Muender offen, denn auch aus naechster Naehe
kamen wir dem Zauberer nicht auf die Schliche. Am Ende des
Monats gab es Pfingstferien, die wir fuer ein langes
Wochenende mit dem TGV in Paris nutzten. Das Wetter war uns
wieder hold, die Sonne lachte und wir genossen das
Wiedersehen mit unseren Freunde Christine und Laurent, die
wir aus Austin kennen. Sie liessen sich nicht lumpen und
zeigten uns Paris von seiner schoensten Seite. Der erste Weg
nach der Ankunft fuehrte uns auf den Tour Montparnasse, der
leider bald abgerissen werden soll, um von dort die
unbeschreibliche Aussicht zu bewundern und den Kindern
„unser“ Paris zu zeigen.

Nach 3 ½ herrlichen Tagen gings wieder nach Hause und nach
einem eintaegigen Boxenstopp nutzte jeder die 2.
Pfingstferienwoche auf seine Weise: Ralf fuhr mit seinen
Turnkollegen zum deutschen Turnfest nach Frankfurt, Mona
fuhr mit einer Freundin in die Reiterferien, Tim nistete sich bei
den Fischer-Grosseltern ein und ich flog nach Austin (danke
Andrea fuer die Gastfreundschaft, „man, what a ride“). Mona
will seither ein Pferd, er heisst Consul, aber das wird wohl nix
werden. Ralf war muede aber gluecklich und Tim froehlich,
denn er hatte jeden Tag mit seinem Grosscousin spielen
koennen. Ich habe in Austin sehr schoene Tage verbracht, es
war einfach schoen die Freunde und die Stadt wiederzusehen!
Nach der Rueckkehr galt es dann noch die „Mega-Wahl“
(Europawahl, Kreistag, Kommunalwahl – ich musste mithelfen
und es wurde bis Montagabend ausgezaehlt!) hinter uns zu
bringen, die leider auf Ralfs Geburtstag fiel. So verschoben wir
auch seine Feier auf den Juli, dort feierte er dann mit seinen
Freunden im Rahmen einer Whiskyprobe bei uns zu Hause. Da
war geballte Maennlichkeit am Tisch versammelt.... Aber auch
wir „Weiber“ liessen uns nicht lumpen, wir hielten uns eine
Woche spaeter beim Sommernachts-openairkino in Herrenberg
schadlos – auch wenn es ausgerechnet an dem Abend in
Stroemen goss!

Die Kinder waren turnerisch sehr aktiv, sowohl beim
Landeskinderturnfest in Schwaebisch-Gmuend als auch beim
Gaukinderturnfest in Gaertringen waren sie dabei. Mona hatte
ausserdem eine Rolle im Schul-Musical, sie spielte die strenge
Mama der Hauptfigur (und das kriegte sie sehr ueberzeugend
hin!). Ueberhaupt ist aus Mona eine junge Dame geworden,
besonders wenn sie sie fuer Opa’s 70ten in Schale wirft...

Auch der Juli brachte Neues, die Natursteinplatten auf der
Terrasse vor den Kinderzimmern wurden fertig verlegt und
dann konnten wir auch endlich unsere Palme pflanzen, wir
hoffen nun dass wir sie gut durch den besonders kritischen
ersten Winter bekommen. Fehlt nur noch ein Liegestuhl und
ein Coronoa.... Schweren Herzens entschlossen wir uns,
unseren Touran zu verkaufen denn er bewegte sich rasant auf
die 100.000-km-Schwelle zu. Versuesst wurde uns die
Entscheidung durch das sehr tiefe Preisniveau bei
Halbjahreswagen, so dass wir schliesslich mit einem sehr
schoenen Touareg nach Hause kamen. Dann nahten schon die
Sommerferien, am letzten Schultag verkleideten sich die
Kinder nach einem vorgegebenen Motto, Tim war einer der
Zwerge aus dem Otto-Film. Die Kinder brachten sehr gute
Zeugnisse nach Hause und so freuten sich alle auf die
Sommerferien, ich besonders weil ich zwecks
Ueberstundenabbau 5 Wochen am Stueck frei hatte.

In der ersten Ferienwoche waren die Kinder beide im
Waldheim, sie verging wie im Fluge. In der Zweiten Woche fuhr
Mona mit dem Fahrrad an den Bodensee, mit „Waldheim on tour
“ – Tim und ich blieben daheim und empfingen Imke und Moritz
als Hausgaeste. Die Jungs konnten im Rahmen des
Sommerferienprogramms einen Schnuppertag auf dem
Golfplatz mitmachen. Nach einigen „stinknormalen Ferientagen
“ zum Verschnaufen packten wir unsere Koffer und fuhren in
die Toscana, wir hatten in Greve im Chiantital eine
Ferienwohnung in einem wunderschoenen Anwesen gemietet.
Hier bot sich Gelegenheit, unsere Freunde Monica und Cesare
aus Rom wiederzusehen, die uns fuer ein Wochenende
besuchten. Wir liessen uns die „bistecca fiorentina“, eine
dicke Scheibe aus der Kuh sehr heiss und kurz gegrillt und
selbst eines BBQ erprobten Texaners wuerdig, gut schmecken.

Eine Woche nach der Rueckkehr ging die Schule schonwieder
los, fuer Tim mit neuen Klassenkameraden und Lehrern, weil
seine alte Klasse geteilt worden war. Es sind nun noch 24
Kinder in der Klasse, das ist natuerlich super, aber Tim hatte
auch einige Freunde „verloren“ und war etwas traurig.
Ausserdem bekam er die 2. Fremdsprache dazu, er hatte sich
fuer Latein entschieden was somit fuer uns alle Neuland war.
Bei Mona kam Italienisch als 3. Fremdsprache dazu, da kannten
wir uns schon besser aus..... Tim wechselte ausserdem von der
Zauber-AG zur Schulsanitaeter-AG (die leider gleichzeitig
stattfindet) und Mona beschloss, dieses Jahr die AG’s sein zu
lassen, vielleicht eine weise Entscheidung bei den vielen
Vokabeln fuer 3 Fremdsprachen und dann noch Turnen, Reiten
und Volleyball in der Freizeit. Bei Tim ging’s gleich 3 Wochen
nach Schulbeginn ins Schullandheim nach Friedrichshafen am
Bodensee, da konnte die neue Klasse gleich gut
zusammenwachsen.

Der Oktober brachte dann eine sehr sichtbare Neuerung in
unserer Familie: Ralf wurde seine Brille los. Die Lasik-OP
verlief sehr gut und der Heilungsprozess war
schulbuchmaessig. Eine neue Sonnenbrille – ohne
geschliffene Glaeser – hat er sich auch gleich gekauft, denn
wir hatten einen sonnigen Herbst. Selbst Ende Oktober, bei
unserem traditionellen Kuhbauernhof-Wanderurlaub im
Schwarzwald schien jeden Tag die Sonne.

Der November brachte fuer die Kinder viele Arbeiten, aber
auch Vergnuegungen wie einen Besuch beim DTB-Pokal in
Stuttgart, bei dem es weltklasse Turnen zu sehen gab, oder das
PINK Konzert, das Mona mit ihrem Papa besuchen durfte. Ralf
reiste noch schnell nach Indien (er war ganze 48 Stunden
dort...) und kam faszniert wieder. Meine Vergnuegungen waren
etwas haeuslicher, es gab 2 Kartenbastel-Abende und drei
Plaetzhen-Back-Events mit Freundinnen. Auch der Garten
(samt Palme) wurde winterfertig gemacht, wozu
dankenswerterweise die Sonne schien.

Inzwischen laufen die Weihnachtsvorbereitungen auf
Hochtouren, bei den Sportvereinen der Kinder stehen jede
Menge Weihnachtsfeiern mit Showprogramm an fuer die schon
kraeftig geuebt wird. Das Haus will dekoriert sein, von innen
und aussen, und wenn es bereits um 17 Uhr stockdunkel ist
dann sind die Tage kurz. Ralf hat seinem Hobby gefroehnt und
sich zum neuen Vorverstaerker noch die passenden
Lautsprecher gekauft, so verbringen wir oefter beschauliche
Abende mit Lesen oder Musik hoeren. Wir werden Mitte
Dezember noch fuer ein Wochenende nach Muenchen fahren,
aufs Konsulat denn Tim braucht einen neuen Reisepass. Bei
der Gelegenheit werden wir Andrea Loomis mit Familie treffen,
die zu der Zeit in Deutschland sein werden, und auch Ralfs
Bruder und Frau werden wir sehen koennen.

Wir hoffen, dass alle Freunde und Verwandten schoene
Festtage verbringen koennen und wuenschen uns fuer uns
und alle, dass 2010 ein gutes Jahr werden moege.
Jahresbrief 2009
"La bella
bionda" in
Altamura.
Dort schien
die Sonne
schon hell,
hierzulande
war's noch
truebe!
Der erste Turnwettkampf des
Jahres
Die Fischers
Die 1. Cabrio Fahrt des Jahres,
Anfang Mai - noch frueher und
man wuerde festfrieren!
Urlaubs. und
Gaumenfreuden
in Oberstdorf
Paris ist RIESIG!
Sportlich auf den Champs Elysees
Mona und ihr Liebling Consul
Mona im
feinen
Zwirn bei
Opa's 70er
Zwerg Tim
am letzten
Schultag
Echte
Maenner mit
Whiskey...
und toughe
Frauen im
Kino
Die Bastlerinnen praesentieren
stolz ihre Ausbeute
Ralf ohne Brille
aber mit guter
Laune im
Schwarzwald.
Auf dem Tablett
"G'sond"...
lecker!
Bistecca und
gute Laune mit
Monica in Rignana
Die schoensten
Sonnenaufgaen
ge sehen wir im
Herbst von
unserem Balkon
Frohes Fest und einen guten
Rutsch fuer alle aus unserer
"Casa Luna"
Wie MACHT er das nur?